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POL, Jorghi Ein Bedürfnis!
Wenn sich das Wiener Theater noch einmal aus seiner Konservenbüchse und aus seinem musealen Status herausbewegen möchte, sollte es den Wiener Bürgern (uns) und noch vielmehr den Politikern, die ja die Bürger repräsentieren (sollten), ein Anliegen sein, dem kulturellen Austausch und dem Dialog zwischen Menschen - zwischen unterschiedlichen Menschen - nicht nur ein wohlgefälliges "Einverstanden" und ein sattes "Na gut" entgegen zu bringen, sondern sie sollten an dieser Stelle eine TATkräftige Unterstützung folgen lassen.
Nur durch diesen Austausch, nur durch eine vielfältige und vielschichtige Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den Menschen, unterstützt und gefördert von der Politik, kann Wien wieder eine in ganz Europa relevante Theaterszene entwickeln. Nur dadurch können hier Kunst und Geistesleben vorangebracht und erweitert werden.
Dies ist nicht nur ein Anliegen des Jüdischen Theaters Austria, sondern auch eines der Wiener Bevölkerung und es sollte damit auch ein Anliegen seiner Politiker sein, und viel mehr als das: es sei ihnen ein Bedürfnis!
Jorghi Pol, Wien
2005-03-15
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