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Wiener Zeitung - Nov. 18, 2004 Initiative zur Revitalisierung
[English translation is forthcoming.]Seine Initiative zur Wiederbespielung des Jüdischen Theaters im Wiener Nestroyhof (Wien-Leopoldstadt) hat gestern das Jüdische Theater Austria (JTA) mit Zahlen und Bildern bekräftigt. Das "Jugendstiljuwel", das zuletzt resopalverkleidet als Supermarkt genutzt wurde, sei ,,in eigentlich gutem Zustand", schildert JTA-Leiter Warren Rosezweig. Für rund 1 Million Euro könnte das von Architekt Oskar Marmorek (der u. a. auch den Rüdigerhof gebaut hat) 1898 gestaltete "Jugendstiljuwel" revitalisiert werden, 400.000 davon wünscht sich Rosenzweig von der Stadt Wien. Zusage gibt es derzeit keine. Auf der Homepage des JTA ist ein virtueller Rundgang durch die noch nicht denkmalgeschützten Räumlichkeiten angeboten, die zu Jahresbeginn von einer Zwischendecke befreit wurden und nun einen Eindruck des ehemaligen Theaters vermitteln. Das Theater, das derzeit von einem Architekturbüro und einer "Lokalität für Erwachsenenunterhaltung" umgeben ist, sei "jüdisches Kulturgut, das wie durch ein Wunder überlebt hat". Rosenzweig plant in einem internationalen, interkulturellen Zentrum für darstellende Kunst eine ganzjährige Bespielung mit Theater, Literatur und Musik. Für diese hat er im Zuge der Theaterreform (die morgen, Freitag, der Öffentlichkeit präsentiert wird) bei der Stadt Wien um eine Subvention in der Höhe von 100.000 Euro pro Jahr für vier Jahre angesucht. Im Büro des Kulturstadtrats Andreas Mailath-Pokorny hieß es allerdings, dass die Etablierung von Koproduktionshäusern eine der Grundideen der Theaterreform sei. An die Etablierung zusätzlicher Theaterbühnen sei "nicht gedacht". Bei der Initiative des JTA soll nicht vorderhand die Geschichte der Arisierung aufgearbeitet werden, sondern als "Wiedergutmachung an der jüdischen Kultur" das Theater wieder aufgebaut werden, so Rosenzweig. Der JTA-Leiter will für das Theater ein internationales Publikum ebenso anlocken wie dem österreichischen Publikum die Möglichkeit geben, "sich wieder mit dieser Kultur zu treffen, die wir auf so schreckliche Weise verloren haben". Im Web: http://www.jta.at/billboard; Homepage unter http://www.jta.at/. © 2004 Wiener Zeitung
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