Presse

www.jta.at, 01.05.2012
Party.at, 31.07.2011
Yelp Wien, 27.07.2011
Die Jüdische, 22.03.2011
TACE, 01.03.2011
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Wien-Heute.at, 31.08.2009
Artez, 01.07.2009
www.jta.at, 15.01.2009
Die Furche, 04.09.2008
Wiener Zeitung, 03.09.2008
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Augustin, 27.08.2008
Ether Magazine Blog, 24.08.2008
DiePresse.com, 22.08.2008
Kurier, 20.08.2008
Der Standard, 20.08.2008
Jews in the News, 17.08.2008
Die Furche, 14.08.2008
Salzburger Nachrichten, 14.08.2008
Augustin (online), 15.04.2008
Augustin, 26.03.2008
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Jewish Renaissance, 01.12.2007
Jewish Renaissance, 01.10.2007
USCJ, 01.09.2007
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Konkret, 01.05.2007
art in migration, 01.05.2007
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Mac Guffin, 01.05.2002
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Illustrierte Neue Welt, 01.01.2002
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Die Presse, 25.04.2001
Kleine Zeitung, 21.04.2001
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Der Standard, 02.02.2001
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Illustrierte Neue Welt, 01.05.2000
Megaphon, 01.05.2000
Kulturen und Künste, 01.01.2000
Denken + Glauben, 01.01.2000
www.jta.at, 01.12.1999

Die Presse - 04.02.2004

Höchste Zeit für eine wirklich freie Szene!

EIN PLÄDOYER FÜR DEN AUSGANG AUS DER SELBSTVERSCHULDETEN UNMÜNDIGKEIT DES THEATERS.

Von Warren Rosenzweig

Schlüsselwörter zum unabhängigen Theater sind Vielfalt, Freiheit, Kooperation. Wir Theaterschaffenden sind ein bunter Haufen mit verschiedensten Kenntnissen, Ideen und Ursprüngen. Wir reflektieren die Vielfalt in der Welt, in der wir leben, und in dem Publikum, mit dem wir unsere Arbeit teilen.

Ich weiß nicht, was man in Wien unter freiem Theater versteht, aber es ist offensichtlich eine Fehlbezeichnung. Eine negative Definition –Theatergruppe ohne Bühne – mag etwas darüber sagen, was es nicht ist, sagt aber nicht, was es ist und was daran frei sein soll. Auf Englisch heißt "free theatre" nur, dass man für seine Karte nicht zu zahlen braucht.

Vielleicht ist die Bezeichnung nur ein Etikett für ein kulturpolitisches Phänomen? Dann ist es Double-think, sonst nichts (ABHÄNGIGKEIT MACHT FREI). Wann immer ich "freie Gruppe" höre, habe ich ein unangenehmes Gefühl. Es gibt kein freies Theater in Wien. Bestenfalls kann man Theater in Wien als abhängig beschreiben, schlechtestenfalls als von der politisch zentralisierten Kunstförderung versklavt. Anstatt in "Freiheit" zu schwelgen, sollten wir uns fragen, ob Freiheit in unserer Arbeit wichtig ist und wie wir uns zur Abwechslung einmal ein bisschen Freiheit verschaffen können.

Gemeinschaft soll entscheiden

In der Kunst ist Kreativität selbstverständlich. Durch Fantasie erzeugen wir Dinge, die es vorher nicht gegeben hat. Das Problem mit dem kulturpolitisch geladenen Begriff Innovation ist, dass er andeutet, dass etwas noch nie getan wurde, obwohl jeder weiß, dass das fast nie der Fall ist. Wenn doch, ist es schwer feststellbar, weil es niemand wirklich weiß. Wenn man ins Theater geht, erwartet man, Kreatives zu sehen. Innovation ist dabei nur ein möglicher Bonus, den der Künstler selbst in seiner Arbeit kaum entdecken kann. Die gute Nachricht; dass theatralische Innovation kein Echtheitszertifikat zulässt und daher ein eitles und unnötiges Ziel ist.

Unnötig auch, auf die kooperative Natur des Theater-Machens hinzuweisen. In einer freien Szene wäre es selbstverständlich, miteinander zu kooperieren. Aber in dem Umfeld der Abhängigkeit, dem wir angehören, glauben wir manchmal, sogar die Illusion der politischen Bevorzugung neidisch bewachen zu müssen, und vermeiden es daher oft, mit unseren Kollegen zu kooperieren. Egal, ob man schon mit Bevorzugung gesegnet ist oder nicht, man respektiert die Maschinerie, welche bestimmt, was auf den österreichischen Bühnen gezeigt werden darf und was nicht – und wenn nur aus dem einen Grund, weil man seine eigene theoretische Qualifikation für ein derartiges Privileg hüten will.

Die Menschen innerhalb einer Gemeinschaft haben ein Recht zu entscheiden, was auf der Bühne zu sehen sein soll. Gemeinschaft ist jeder, mit dem wir zusammenleben, unser Publikum, unsere Nachbarn. Die Zeit ist reif, dass man es der Gemeinschaft überlässt – und es sogar von ihr verlangt -, sich um ihre kulturellen Interessen und Bedürfnisse selbst zu kümmern. Das wird jedoch nur geschehen, wenn die Gemeinschaft auf direkter und freiwilliger Basis in die Kunst investieren kann, mit Steuerbegünstigungen und ohne politische Interventionen. Es ist höchste Zeit, endlich eine wirklich freie Theaterszene zu entwickeln, wo sich Vielfalt, Kreativität, Kooperation und Gemeinschaft frei entfalten und wachsen können.

Der Autor ist Initiator und Leiter des Jüdischen Theaters Austria.

Copyright © 2004 Die Presse

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