Press

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www.jta.at, Dec. 01, 1999

Die Gemeinde - June 01, 2004

Das Theater im Nestroyhof

[English translation is forthcoming.]

Das jüdische Theater Austria ist schon seit Jahren darum bemüht, ein Kulturgut von enormer Bedeutung sowohl für Österreich als auch für die Welt zu reetablieren.

Bis zu seiner Beschlagnahmung durch die Nazis im Jahr 1938 war das ehemalige jüdische Theater im Nestroyhof – ein Jugendstiljuwel in der Praterstraße – ein Zentrum für internationale Kultur und Kreativität. Im Gegensatz zu anderen jüdischen Kultureinrichtungen in Wien hat der Nestroyhof die Vernichtung im 20. Jahrhundert auf Grund einer Reihe von glücklichen Zufällen überlebt.

Als Anfang der 60-er Jahre ein Supermarkt in den Theatersaal einzog, wurden Innenwände und eine Zwischendecke errichtet und somit der Balkon, das Glasdach und die prächtigen architektonischen Details gut erhalten, die ganze Struktur aber gleichzeitig jahrzehntelang vor der Außenwelt verborgen. Sogar die Tausenden, die Jahr um Jahr dort einkauften, ahnten nicht, dass sie ihre Einkaufswägen durch die Sitzreihen des alten jüdischen Theaters schoben!

Der Supermarkt ist jetzt endlich verschwunden, und an seinem Platz steht eine einzigartige Gelegenheit.

Das Ziel des jüdischen Theaters Austria ist es, diesen außergewöhnlichen Ort wieder als ein internationales, interkulturelles Zentrum für darstellende Kunst mit den Themenschwerpunkten jüdische Erfahrung, Identität und Werte zu etablieren. In diesem Sinne hat es vor kurzem um öffentliche Förderung bei der Kulturabteilung der Stadt Wien angesucht, obwohl der Vorschlag bereits im Jahr 2002 aus "budgetären" abgelehnt wurde.

Viele prominente Österreicher stehen hinter dieser Initiative und haben dies in Form von Unterstützungserklärungen kund getan, u.a. IKG Präsident Dr. Ariel Muzicant, Oberrabbiner Prof. Dr. Paul Chaim Eisenberg, Bundespräsident Dr. Thomas Klestil, Geschäftsführer der Bundestheater Holding Dr. Georg Springer, Kardinal Dr. Christoph Schönborn, o. Univ. Prof. Samy Molcho, Dr. Joanna Nittenberg, Robert Schindel und Sandra Kreisler.

Weitere Unterstützungserklärungen sind hilfreich und wichtig. Wenn auch Sie der Meinung sind, dass die Reetablierung eines jüdischen Theaters im Nestroyhof nicht nur ein aufregendes Vorhaben ist, sondern für das Wachstum und die Zukunft Österreichs und Europas eine wichtige und überfällige Gelegenheit darstellt, bittet das Jüdische Theater Austria möglichst bald um ein persönliches Statement.

Mitteilungen können direkt auf der Homepage des Jüdischen Theaters Austria hinterlassen werden unter www.jta.at, oder per Fax oder Email gesendet werden: +43 (1) 319 8 17 (Fax) oder office@jta.at.

Weitere Infos sowie Pressemeldungen über den Nestroyhof erhalten Sie ebenfalls auf der Homepage des Jüdischen Theaters Austria unter "Presse" und "Links".

Warren Rosenzweig

© 2004 Die Gemeinde

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