Diese Woche steht Wien im Zeichen der jüdischen Kultur. Seit Montag diskutieren Wissenschaftler an der Universität Wien über "Wien und die jüdische Erfahrung 1900-1938". Ab Dienstag findet der Weltkongress Jüdischer Theater statt. Eingebettet ist die Veranstaltung in "Tikun Olam", das seit Sonntag laufende Festival des internationalen Jüdischen Theaters.
Das Theaterfestival, das vom Jüdischen Theater Austria organisiert wird, findet heuer zum ersten Mal statt. Der Name der Veranstaltung ist gleichzeitig ihr Motto. "Tikun Olam" ist eine Aufforderung, Zerbrochenes zu heilen und in positiver Weise neu zu beginnen. Dieses zentrale Anliegen - symbolisiert durch die Wahl eines zerbrochenen Bleistifts als Logo - vertritt auch der Theaterverein JTA.
Auf dem Festivalprogramm stehen Performances, Diskussionen, Workshops und Vorträge. Spielstätten sind unter anderem das Jüdische Museum, das französische Kulturinstitut, das Theater des Augenblicks und das JTA-Veranstaltungslokal "The Window" in der Kandlgasse in Wien-Neubau.
Weltkongress Jüdischer Theater
Der Kongress der Association for Jewish Theatre (AJT) geht jedes Jahr in einer anderen Stadt über die Bühne. Dieses Jahr ist er in Wien zu Gast. Erwartet werden über 100 Teilnehmer aus aller Welt. An der Eröffnung am Dienstag Nachmittag in der Urania nehmen unter anderem die AJT-Präsidentin Mira Hirsch, Warren Rosenzweig vom Jüdischen Theater Austria und Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg teil. (sal)