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Profil - March 19, 2007


Festival - Lichtblick


18. bis 24.3., „Tikun Olam“ – Internationales Festival und Kongress des jÜdischen Theaters, diverse Orte in Wien
[English translation is forthcoming.]

www.tikunolam.at

Steven Cohen ist schwul, jüdisch – und als Performancekünstler ziemlich provokant. Für seine berühmteste Arbeit, „Chandelier“, schnallte sich Cohen, der aus Johannesburg stammt, einen imposanten Kristallluster als Röckchen um und stolzierte auf High Heels durch die Slums der Stadt. Ausgerechnet dort, wo es nicht einmal Elektrizität für den Alltag gibt, stellte Cohen sinnlosen Luxus zur Schau. Wie Cohens Queer-Performances, in denen es auch immer um die Identitäten und Lebenswelten von Weißen und Schwarzen in einer nach wie vor von Apartheid geprägten Gesellschaft geht, in Europa ihr kritisches Potenzial entfalten, das kann man jetzt im Rahmen des jüdischen Theaterfestivals „Tikun Olam“ erleben. Nicht nur Cohens adaptierte Version von „Chandelier“ ist zu sehen, sondern auch eine Performance mit dem Titel „Schmach und Schande“.

Außerdem im Programm: eine aus Brooklyn stammende Adaption des Hamlet-Stoffes mit einer Moskauer Version der Golem-Legende. Abgerundet wird das Festival durch Workshops, Diskussionen und einen internationalen Kongress.

- K.C.

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