Press

wien.ORF.at - March 19, 2007


Tikun Olam


[English translation is forthcoming.]

Erstes jüdisches Theaterfestival in Wien

Unter dem Namen "Tikun Olam" findet derzeit erstmals ein Festival des internationalen jüdischen Theaters statt. Künstler aus 15 Ländern sind in Wien zu Gast.

Grundlage zum Dialog

Das siebentägige, vom "Jüdische Theater Austria" und der "Association for Jewish Theater" organisierte Festival soll Grundlage zum Dialog und friedvollen Austausch zwischen Juden und Nichtjuden sein.

"Wir gehen der Frage nach, was es bedeutet jüdisch zu sein - jüdisch zu sein in der heutigen Welt und in Wien", so der künstlerische Leiter des "Jüdischen Theater Austria", Warren Rosenzweig.

Rosenzweig bezeichnete das Programm als erfrischend und provokativ und betonte: "Die primäre Funktion des jüdischen Theaters ist es, Leute mit anderen Erfahrungen zu zeigen und nicht Mainstream zu sein. Wir zeigen, was Motive sein können, anders zu sein."

"Heilung von Zerbrochenem"

"Tikun Olam" bedeutet "die Heilung von Zerbrochenem". Dieser uralte Aufruf zu einem positiven Neubeginn aus den Erfahrungen der Vergangenheit ist für das "Jüdische Theater Austria" seit der Gründung im Jahr 1999 ein zentrales Anliegen und wird in seinem Logo durch einen zerbrochenen Bleistift symbolisiert.

Jüdische Theater weltweit

Auf der ganzen Welt gibt es jüdische Theater. Um die Vielfalt der jüdischen Schauspielkunst kennen zu lernen, müsse man sich der Diskussion mit den jüdischen Theatermachern stellen.

Dies erfolgt im Rahmen des "Weltkongress jüdischer Theater", der zum ersten Mal außerhalb Nordamerikas stattfindet und erstmals teilweise öffentlich zugänglich ist.

Rosenzweig: "Wir wollen auch die jüdische Kultur Wiens vermitteln. Das Programm ist eine Art Tour, quer durch Wien, zu verschiedenen historischen Plätzen. Viele der jüdischen Besucher sind zum ersten, zweiten oder letzten Mal in Wien."

Copyright © 2007 wien.ORF.at