„der Garten im Schrank - Ein Volksstück“ von Warren Rosenzweig widmet sich Fragen der kollektiven Erinnerung und leistet somit einen Beitrag zum heurigen Gedenkjahr an die historischen Ereignisse von 1938. Die neueste Produktion des Jüdischen Theaters Austria, dessen Leiter Rosenzweig ist, erhält den Inter-Kultur-Preis 2008, der am 19. September in Linz verliehen wird.
Bereits 1988, im ersten Gedenkjahr an die Geschehnisse von 1938, wurde das Stück von Rosenzweig in Wien verfasst. Es handelt von einer ländlichen Familie, „die jede Familie sein könnte“, die in einem Schrank im Keller die dunkelsten Geheimnisse, über die seit Jahren niemand mehr spricht, aufbewahrt. Mit der Vermutung, ein Gast des Hauses könne in den Schrank blicken, beginnt die Problematik des Stückes und die Auseinandersetzung innerhalb der Familie.
Die Inszenierung beschreibt Rosenzweig als „sehr dynamisch“, sie ist außerdem an keinen fixen Ort gebunden. Aufführungen sind in Wien, ganz Österreich und auch international unter anderem in Parks, Gärten, Höfen und sogar in einem Museum, geplant.
Die Uraufführung von „der Garten im Schrank“ findet am Donnerstag, den 21. August um 20.30 Uhr auf dem Platz vor der Mariahilferkirche (Mariahilferstraße) statt. Der von der Gesellschaft für Kulturpolitik, der SPÖ Oberösterreich und der Volkshilfe Flüchtlings- und MigrantInnenbetreuung OÖ vergebene Inter-Kultur-Preis 2008 wird am 19. September im Rahmen des „Fest ohne Grenzen“ im Theater Phönix in Linz verliehen. Ziel des seit 1996 existierenden Preises ist es, Arbeiten, die sich Themen wie Integration, Menschenrechten und sozialer Sicherheit widmen und damit einen Beitrag zur öffentlichen Wahrnehmung leisten, auszuzeichnen.