Press

haGalil Online II - May 17, 2000


Wie kann Idealismus überleben?


Jüdisches Denken in dunkelster Zeit
[English translation is forthcoming.]

Ort der Handlung ist eine Polizeigarnison in Frankreich im Jahre 1942. Millers Dramatisierung, setzt sich mit der Kollaboration der Franzosen in Vichy mit Nazi – Deutschland auseinander.

Eine gemischte Gruppe Gefangener brütet, nach ihrer Gefangennahme durch die deutsche Armee, über die Unabwendbarkeit bzw. über die Auswegslosigkeit ihrer Situation, diskutiert über ihr Schicksal und über den Wahnsinn da "draußen". Wie konnte ein so "kultiviertes" Land in solche Verderbtheit sinken?

Wie behält man seinen Verstand und seine Würde in einer grausamen, gleichgültigen Welt? Und wie kann Idealismus überleben in einer Welt in der gerade dieser zum sicheren Tod führt? Miller behandelt diese Fragen in erfrischender Weise ohne Dogmatik und Sentimentalität. Das Stück gibt einen intensiven Einblick in das jüdische Leben und Denken und versucht einen Funken Anständigkeit in Europas dunkelster Zeit zu finden.

JÜDISCHES THEATER AUSTRIA
erstmalig im JÜDISCHEN MUSEUM IN WIEN
1010, Dorotheergasse 11
am 17. Juni 2000, 22.30 Uhr
mit Arthur Millers "ZWISCHENFALL IN VICHY"
Kontakt: (0043) (0)316 760146

Mitwirkende: Tania Golden, Erich Göller, Florentin Groll, Miguel Herz – Kestranek, Andi Lust, Michael Mohapp, Manfred Schmid, Dagmar Schwarz, Giora Seeliger, u.a.

hagalil.com 17-05-00