Mit einem Vortrag des Theatertheoretikers Robert Skloot über Arthur Miller gab das in Graz gegründete "Jüdische Theater Austria" (JTA) auf der Probebühne ein erste Lebenszeichen. Ab Frühjahr 2001 soll es regelmäßig Premieren von Stücken jüdischer Autoren geben. Zum Auftakt: Millers "Zwischenfall in Vichy".
Das Ziel des JTA, das sich unter der Leitung des amerikanischen Dramatikers und Regisseurs Warren Rosenzweig in Graz formiert hat, ist es, jüdische Kultur (im In- und Ausland) zu vermitteln sowie freundschaftliche Beziehungen zwischen Juden und Nichtjuden zu fördern. Das JTA soll zudem das breite Spektrum der jüdischen Kultur aufzeigen, die sich nicht ausschließlich mit dem Holocaust befasst.
"Graz hat den Juden eine große Synagoge geschenkt, das Wiederaufleben der jüdischen Kultur liegt jetzt aber in unserer Hand", stellte Sängerin Sandra Kreisler fest. Mit diesem von Herta Heger, Erik Göller und Florentin Groll auch szenisch gestaltetem Vortrag, ist ein erster wichtiger Schritt getan.