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Megaphon - May 01, 2000


Portrait


[English translation is forthcoming.]

Nicht zufällig führt uns Warren Rosenzweig auf die Bühne der Kasematten auf dem Schlossberg. Für ihn ist dies der ideale Platz für Aufführungen. "Das urige Ambiente entspricht dem menschlichen Touch von Theater", meint Warren und schwelgt in der Erinnerung an laue Sommerabende. Seit seiner Kindheit ist er heimisch in dieser Parallelwelt der Bühnen, eine Leidenschaft, die nun indirekt auch den GrazerInnen zugute kommt.

Vor zwei Jahren ist der bisher als Bühnenautor, Regisseur und Produzent tätige Amerikaner mit seiner Frau Sonja von New York nach Graz gezogen. Inzwischen wurde nicht nur Sohn Noah, sondern auch ein vielversprechendes Projekt geboren, welches das Grazer Kulturleben wohl längerfristig bereichern wird. Unmittelbarer Anlass für die Gründung des Jüdischen Theater Austria war eigentlich die Wiederrichtung der Synagoge in Graz. Diese soll nicht allein Symbol für eine Form der Wiedergutmachung bleiben.

Für Warren hat das Theater hier auch eine Form der Aufklärung und der Vermittlungstätigkeit über Fragen zur jüdischen Kultur zu leisten. Und es entstammt einem unmittelbaren Bedürfnis ein Zeichen "gegen die wiederkehrende Stimmung der Intoleranz und deren Verharmlosung in der heutigen österreichischen Gesellschaft" zu setzen.

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